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Die TABULA PEUTINGERIANA (Codex Vindobonensis 324, Österreichische Nationalbibliothek, Wien) ist eine im 12./13. Jahrhundert entstandene Abschrift eines römischen Straßenverzeichnisses, dessen Erstfassung wohl zu Beginn des 3. Jahrhunderts entstand und bis zu ihrer “letzten” Fassung gegen Ende des 4. Jahrhunderts mehrmals überarbeitet wurde. Benannt ist sie nach dem Augsburger Humanisten und Ratsherrn Konrad Peutinger (1465-1547), in dessen Besitz sie 1507 überging. Die “Karte” umfasst das gesamte römische Reich, bestand aus 12 zusammengeklebten Blättern und hatte eine Länge von ca. 6,75 m und eine Höhe von nur etwa 34 cm. Sie enthält über 3500 geografische Namen. Straßen sind mit linearen Strichen dargestellt, Etappenstationen werden mit einem “Haken” angedeutet, Hauptstädte mit Vignetten hervorgehoben. Die eingezeichneten Flüsse, Gebirge etc. sind nur schmückendes Beiwerk, sie können nicht zu einer geografischen Orientierung verwendet werden. Auf den ersten Blick erweckt die Tabula den Anschein einer stark in die Länge gezogenen und verzerrten Landkarte, ihre verwertbaren Aussageelemente beschränken sich jedoch nur auf die Namen von Straßenstationen und den zugehörigen Distanzen.
Die Tabula Peutingeriana wurde erst jüngst von der Unesco in die Liste des Weltdokumentenerbes aufgenommen.
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