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Der neue Ansatz geht primär von einer Analyse der beiden schriftlichen Quellen aus, archäologische Befunde werden nachgeordnet. Es gilt zu prüfen, wie genau die in den Itineraren beschriebenen Routen in Bayern die historische Wirklichkeit wiedergeben, d. h. inwieweit in diese Wegführungen die politischen, militärischen und infrastrukturellen Prämissen und Grundmuster römischen Straßenbaues in diesem Grenzgebiet des Reiches widerspiegeln.
Im Gefolge der Neuinterpretation der Salzburg-Augsburg-Route wurden auch die übrigen Itinerarienrouten im Bereich zwischen Iller und Salzach untersucht, auch hier zeigten sich Fehlinterpretationen der alten Forschung. Die Lagen der Stationsorte Summuntorium, Vallatum, Ad Novas und Coveliacas konnten jetzt plausibler und weitaus quellenkonformer lokalisiert werden. Insgesamt kann überzeugend dargelegt werden, dass dem römischen Fernstraßennetz eine pragmatisch ausgerichtete und realitätsbezogene Gesamtstruktur zugrunde liegt..
Hinter den soeben umrissenen scheinbar einfach zu ermittelnden Resultaten liegen jahrelange eigene Forschungsarbeiten mit umfangreichen Quellen- und Literaturstudien. Zur “Entschlüsselung” der lateinischen Stationsnamen waren einzelne Arbeiten aus dem Bereich der wissenschaftlichen Namenkunde sehr hilfreich. Die Forschungsergebnisse zu den römischen Fernstraßen in Bayern zwischen Iller und Salzach wurden in einer Gesamtdarstellung zusammengefasst und im Herbst 2007 als Buch der Öffentlichkeit vorgestellt:
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